Ökotourismus im Iberá Naturreservat

Kaiman des Iberá Naturreservats

Der enorme, geöffnete Mund des Kaimans bedeutet nicht, dass er uns jeden Moment auffressen wird, sondern dass seine Körpertemperatur ansteigt und er ein wenig Kühlung braucht. Wie alle Reptilien produziert der Kaiman keine eigene Körperwärme, sondern gewinnt diese von den äusseren Umständen.

Der Kaiman ist ein Reptil, welches der Familie der Kaimane angehört. Unterschied zu den Krokodilen ist, dass die Kaimane den vierten Zahn der unteren Partie im Oberkiefer versenken, der Schädel ist breiter und die Nasenlöcher sind durch die Nasenscheidewand separiert (beim Krokodil sind diese zusammengewachsen). Sie ernähren sich von Fischen, zum Beispiel Piranhas, Vögel und Schnecken. Ebenfalls nutzen sie Aas-Stücke von grossen Säugetieren (Wasserschweine, Hirsche, Kühe und Pferde). Ihre grösste Aktivität zeigen sie im Frühling und Sommer, während und nach der Dämmerung. Sie erreichen eine Körperlänge von ungefähr 3 Metern. Ihr Wachstum ist jedoch sehr langsam, weshalb es schwer ist, solch grosse Exemplare anzutreffen.

Im Naturreservat finden wir 2 verschieden Spezies: den Brillenkaiman sowie den Breitschnauzenkaiman. Während den Exkursionen mit dem Boot sehen wir meistens den Erstgenannten, da dieser grosse Gewässer wie die Lagune Iberá bevorzugt, während der andere sich lieber in kleineren Wasseransammlungen auf dem Land aufhält. Noch vor 20 Jahren sind beide Arten wegen ihres Leders verfolgt worden.